Die amerikanische Protestkultur ist ja nicht unbedingt für ihre große Sachlichkeit berühmt. Also war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis solche Bilder auftauchten:

obama01

Dass die Amerikaner bei ihren Protesten gegen eine staatliche Krankenversicherung gleichzeitig Vergleiche mit dem Sozialismus nicht scheuen – geschenkt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die dpa-Übersetzung einer Formulierung aus Obamas Rede in Portsmouth, die viele deutsche Medien übernommen haben.

Extreme Kritiker versuchten, “einen Schwarzen Mann zu konstruieren, den es in Wahrheit nicht gibt”, sagte [Obama] am Dienstag bei einem Bürgertreffen in Portsmouth in New Hampshire.

Diese unfreiwillige Komik entfaltet sich aber leider nur im Deutschen, schließlich lautet der Original-Text:

Where we do disagree, let’s disagree over things that are real, not these wild misrepresentations that bear no resemblance to anything that’s actually been proposed. (Applause.) Because the way politics works sometimes is that people who want to keep things the way they are will try to scare the heck out of folks and they’ll create boogeymen out there that just aren’t real.

Wobei die Obama-Kritiker momentan sicher nichts dagegen hätten, gäbe es diesen schwarzen Mann in Wahrheit gar nicht.